Grundsatzbeschluss zur Aufstellung von Containern am Standort der
Grundschule und die grundhafte Sanierung des Schulgebäudes von 1960
Beschluss:
Der Samtgemeinderat Nord-Elm beschließt 6 Klassenzimmer-, 1 Lehrerzimmer- sowie 2 Verwaltungscontainer über eine Containerlösung auf dem Gelände der Grundschule "An der Schunter" aufzustellen. Die Firma ELA Container GmbH, Zeppelinstraße 19-21 aus 49733 Haren wurde mit der Aufstellung der Container beauftragt. Die Anschlussarbeiten für Strom, Datenverbindung und Brandschutz (Aufschaltung auf den Hausalarm) erfolgen durch die Firma Elektrotechnik Ohlemann, Spritzenweg 6 aus Räbke. Der Samtgemeinderat empfiehlt die grundhafte Sanierung des Gebäude 1960. Die Planung der Sanierung soll über ein Planungsbüro erfolgen. Die erste Kostenprognose für die aufgeführten Maßnahmen beläuft sich auf ca. 800.000,00 Euro.
Abstimmungsergebnis: 11 Ja, 0 Nein, 0 Enthaltungen
Protokoll:
Samtgemeindebürgermeister Andreas Kühne verweist auf seine Ausführungen unter Tagesordnungspunkt 08.
Ratsherr Rainer Angerstein erklärt, dass aus seiner Sicht keine realistische Alternative zur vorgeschlagenen Lösung besteht. Die Verwaltung und die Schulleitung haben gemeinsam eine praktikable Lösung erarbeitet. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die damals verwendeten Baustoffe zu jener Zeit üblich waren und daher niemand dafür verantwortlich gemacht werden kann. Für ihn stehen die Sicherheit der Kinder sowie die Sicherstellung des Schulbetriebs im Vordergrund. Da keine bessere Alternative vorliegt, spricht er sich für die Beschlussfassung aus.
Ratsfrau Jenny Hoffmann weist darauf hin, dass durch die Containerlösung nur noch wenig Platz auf dem Schulhof für die Kinder verbleibt.
Samtgemeindebürgermeister Andreas Kühne betont, dass die Sicherstellung des Schulbetriebs bei gleichzeitig größtmöglichem Schutz von Kindern und Lehrkräften oberste Priorität hat. Aufgrund des Wegfalls mehrerer Klassenräume, des Lehrerzimmers und von Verwaltungsräumen ist kurzfristig Ersatz erforderlich. Dafür entstehen Kosten von rund 800.000 Euro, die aufgrund der bestehenden Notlage auch ohne vorherige Haushaltsplanung umgesetzt werden.
Samtgemeindebürgermeister Andreas Kühne erläutert, dass zunächst eine Übergangslösung mit der Nutzung der Aula vorgesehen war, um die hohen Kosten für Containeranlagen zu vermeiden. Nachdem sich jedoch zeigte, dass der Raumbedarf deutlich größer ausfällt, entschied sich die Verwaltung für eine umfangreichere Containerlösung. Diese führt insbesondere bei der Nutzung des Schulhofs zu Einschränkungen. Samtgemeindebürgermeister Andreas Kühne macht deutlich, dass dies bedauerlich ist, derzeit jedoch keine bessere Alternative besteht.
Ratsherr Klaus Röhr erklärt, dass aufgrund der Dringlichkeit keine Ausschusssitzung stattfinden konnte. Er bittet darum, den Bauausschuss und den Schulausschuss eng in die weiteren Maßnahmen zur Sanierung des Schulgebäudes einzubeziehen. Dabei gehe es nicht darum, die Maßnahmen zu verzögern, sondern diese konstruktiv und langfristig zu begleiten. Zudem weist er darauf hin, dass trotz der Containerlösung wichtige Funktionsräume fehlen. Deshalb müsse die Sanierung möglichst zügig umgesetzt werden, damit die Übergangslösung schnellstmöglich beendet werden kann. Abschließend spricht er sich für eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Ausschüssen und Rat aus.
Ratsmitglied Rainer Angerstein bestätigt für den Schulausschuss den Wunsch nach einer engen Einbindung in die weiteren Maßnahmen und betont, dass der Ausschuss die Sanierung konstruktiv begleiten will. Er spricht sich dafür aus, die Arbeiten möglichst zügig voranzubringen, damit schnell wieder geordnete Verhältnisse hergestellt werden.
Zudem verweist er auf weitere anstehende Maßnahmen, insbesondere dem Neubau der Mensa. Gleichzeitig fordert er, die Ursachen und Verantwortlichkeiten für die entstandenen Schäden weiter aufzuklären. Die entstandenen Kosten dürften seiner Ansicht nach nicht von der Allgemeinheit getragen werden, sofern Verantwortliche rechtlich festgestellt werden können.
Ratsherr Thomas Pasemann erklärt, dass aus seiner Sicht nicht die Suche nach einem Schuldigen im Vordergrund steht, da die verwendeten Baustoffe vermutlich bereits in den 1960er Jahren eingebaut wurden und Verantwortlichkeiten heute kaum noch nachvollziehbar sind. Vorrang habe vielmehr eine schnelle Umsetzung der notwendigen Maßnahmen, um die belasteten Bereiche zu sanieren und die Situation zügig zu lösen.
Samtgemeindebürgermeister Andreas Kühne stellt klar, dass die Verwaltung nicht beabsichtigt, die Ausschüsse von den weiteren Entscheidungen auszuschließen. Aufgrund der akuten Situation habe jedoch zunächst schnelles Handeln im Vordergrund gestanden. Die kurzfristige Einrichtung der Containerlösung ist aus seiner Sicht alternativlos gewesen, um den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig betont er, dass Verwaltung, Schulausschuss und Bauausschuss künftig eng zusammenarbeiten und die weiteren Schritte gemeinsam begleiten. Zudem verweist er auf die nächste Sitzung des Schulausschusses am 17.06.2026, in der die Thematik erneut beraten wird.
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